2016 VM Karlsfeld


Karlsfelder Triathlon 2016

Berichte durch Klaus, M.Goeb und Joachim.

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Wettkampfbericht Karlsfelder Triathlon, am 10.7.2016

durch C.Hielscher

Bei fast perfekten Triathlonwetter startete am Sonntag, 10.7.2016 der 28. Karlsfelder Triathlon.

Leider waren die Teilnehmer des SV Dachau auf aller drei Startgruppen verteilt, so dass es, wie im vergangenen Jahr auch, zu Fernduellen um die Platzierungen kam.

Zum Rennen:

Schon bei der Anreise mit dem Rad war es angenehm warm. In der Wechselzone, nach dem Check-In die etwas überraschende Information „Neoprenverbot“. Und tatsächlich, das Wasser war nicht kalt sondern während des gesamten Schwimmens angenehm erfrischend.

Nach sehr langen 1500m im Wasser ging’s auf die Radstrecke. Den ersten Teilabschnitt Richtung Westen nach Feldgeding konnten wir fast fliegend bewältigen. Nach der Wende war dann schnell klar warum: Ostwind – nicht stark aber deutlich spürbar. Die Temperaturen waren immer noch sehr angenehm: nicht heiß mit einigen Wölckchen am Himmel.

Nach dem Wechsel auf die Laufstrecke änderte sich das zunehmend. Die Temperaturen stiegen an und der Fahrtwind fehlte.

Die Fernduelle um die ersten Plätze wurden richtig spannend. Trotz der unterschiedlichen Startgruppen wussten wir recht genau, wie die Reihenfolge ist und vor allem, dass der Ausgang sehr knapp werden würde. Und so war’s dann auch.

Günter konnte seinen Sieg vom Vorjahr wiederholen.

Die Reihenfolge der ersten drei Plätze der VM:

Günter  — 47 sek.  – Claus  — 44 sek. — Heiner.

Wären wir in einer Startgruppe gewesen, wäre es wahrscheinlich noch spannender gewesen – und schmerzhafter 😉

Bilder und Ergebnisse finden Sie hier !!


Mein harter Weg zur Melone

Durch M.Goeb

Am Sonntag bin ich hoch motiviert aufgestanden und habe dann gleich gegen 07:30 Uhr die Starterunterlagen abgeholt. Auf die Frage, ob Neo erlaubt sei, bekam ich den Hinweis: „Nein, du musst selber schwimmen.“ Ich interpretierte das eher als ein Nein.

Die Stimmung in der Wechselzone war hervorragend, nicht zuletzt wegen den herrlichen Kommentaren des Moderators. Originalzitat zur Frage eines Teilnehmers, ob er Kompressionsstrümpfe tragen darf: „Beim Schwimmen nicht erlaubt, aber beim Laufen können die Athleten tragen was sie wollen, von mir aus eine Atemschutzmaske.“

Dann ein kurzes Einschwimmen und schon ging’s in der letzten Startergruppe OD um 09:10 Uhr los. Ich habe mich ziemlich weit hinten eingereiht, denn Körperkontakt im Wasser ist nicht meine Spezialdisziplin. Was für ein Glück, dass vor mir ein Teilnehmer mit neongelber Badehose schwamm, an diesem konnte ich mich super orientieren ohne auftauchen zu müssen. Mittendrin bekam ich dann einen extrem trockenen Hals. Hmmm… Ein Schluck Seewasser hat noch keinem geschadet und dieses Problem ist gelöst.

„Mach dich lang“ hörte ich Sigis Stimme aus dem Hintergrund sagen. Muss wohl Einbildung gewesen sein, er liegt bestimmt noch im Bett. 🙂

Nach der zweiten Wende auf dem Weg zurück musste ich dann in die Sonne atmen, beim nächsten Mal schwimme ich mit getönter Brille – wieder was gelernt. Dann rauf auf’s Rad. Der erste Teil der Strecke gefällt mir immer besonders gut, wenn man noch abgekühlt und nass vom Schwimmen ist und sich so langsam aufwärmt.

Ich fahre im grauen Einteiler, quasi „inkognito“ – der schicke neue blaue Zweiteiler unseres Vereins ist mir leider um vier Nummern zu klein. Nächstes Jahr passe ich da vielleicht rein, aber nur wenn mein BMI negativ wird.

Radfahren lief dann unfallfrei und ohne besondere Vorkommnisse, aber gaaanz langsam wurden die Temperaturen höher. Eventuell sollte ich mich doch mal mit dem Thema Triathlon-Rad auseinandersetzen. Kurz einige Ideen für den Budgetbedarf zurechtgelegt, z.B. „schneller Fahren = mehr Zeit für die Kinder“, aber da kommt schon die Wechselzone. Vor mir legt jemand einen astreinen „Stoppie“ beim Ausklinken hin. Er kam wohl nicht aus den Klickies und wollte unbedingt stehenbleiben, um nicht disqualifiziert zu werden. Zum Glück ist er nicht gestürzt, es sah jedoch ziemlich dramatisch aus.

Nix wie ab auf die Laufstrecke, mal schauen ob die Achillessehne hält. Ja, fühlt sich gut an. Es ist so heiß, dass ich alle Getränkestände auch ausgiebig nutze. Ich werde andauernd überholt – woran das wohl liegt?

Im Zieleinlauf wartete schon meine Familie auf mich und meine beiden Söhne liefen mit mir die letzten hundert Meter zusammen durch das Ziel. Ein tolles Gefühl. Mein 11-jähriger Sohn fragte mich später, warum ich nur „gegangen“ bin und nicht gelaufen. Entschuldigung – das war mein Endspurt!

Anyway – dann die Superstimmung und Verpflegung im Zielbereich:

Beste Melone ever. Allein die ist es wert.


Hier der etwas verspätete Rennbericht..

durch Joachim

Man lernt nie aus, am Sonntag lernte ich z.B.: bei Neoverbot darf man nichts unterhalb der Kniee tragen.

Da mein Speedsuit knapp über Knie geht, musste ich old school – „oben ohne“ – ins Wasser. Die Folge war natürlich ein elendig langsamer 1.Wechsel, da man als Grobmotoriker anscheinend sehr schlecht nass in diese engen Tritops kommt.

Einen See mit so klarem Wasser sucht man lange. Dass das aber nichts mit der Schwimmgeschwindigkeit zu tun hat, musste ich nach einem Blick auf die Uhr feststellen. 27min – mega hyper ultra desolat oder so ähnlich. Ein paar Wochen zuvor war es in Erding schon nicht so schnell, da dachte ich mir noch naja 16°C Wassertemperatur und winkeliger Schwimmkurs sind sicher ein gute Ausrede. In Karlsfeld waren es noch 2min langsamer, ich schiebs einfach mal auf meine Hose, die sich im Wasser wie ein Bremsfallschirm ausdehnte. (billige Bleienten Ausrede)

Unterwegs auf dem Rad wurde mir klar, warum Karlsfeld so beliebt ist: guter flacher Asphalt, einfach reintreten, herrlich! Warum auch immer hat sich dann mein Garmin nach 3km verabschiedet und wollte nichts anzeigen, dann fährt man halt so nach Gefühl. Am Ende wurds ein 41´Schnitt, naja ganz ok, aber vom Hocker hauts ein nicht.

Auf der Laufstrecke wurde es immer wärmer und voller, wäre ein paar mal beinahe beim Überholen in den „Gegenverkehr“ gerannt, aber man hat ja Augen im Kopf, auch wenn sie mit Schweiß vollgelaufen, nicht immer so wollen, wie sie sollen. Da die Endzeit eh nicht so dolle werden würde und das ganze vor allem ein Test für Regensburg im August werden sollte, lief ich zwar flott, aber tat mir nicht mehr richtig weh, was für eine schnelle Zeit ja nötig ist.

Mein Fazit: Bis auf die, find ich, sehr enge Laufstrecke ist Karlsfeld zu recht einer der beliebtesten Triathlons Bayerns, und hoffentlich sauf ich in Regensburg nicht genauso ab, aber da ist bestimmt Neo erlaubt…

Zum Schluß noch die aktualiserte Vereinsmeisterschaft:

Joachim — 5:06 min – Günter — 47 sek. – Claus — 44 sek. — Heiner.

(Sorry Günter)