Ergebnisse der Triathleten des SV Dachau 1925 e.V.
Dachauer Frühjahrslauf 10 Km 2016
Dachauer Frühjahrslauf
durch Tom VdHeuvel
In Dachau startet der Mai mit ein 10 Kilometer Lauf. Der Start ist am Stadtwald, und führt dann durch das malerische Dachauer Moos, um dann wieder in die Stadt südlich einzulaufen.
Ziel ist am ASV Gelände, diesmal an der anderen Seite des Startbereiches, zwischen Schule und Eisstadion.
Die Bedingungen waren quasi perfekt, ein leichtes Windchen, kühle Temperaturen und am Ende ein wenig Sonne damit die Fotografen auch schöne Bilder machen können!
Teilgenommen haben Petra, Xaver,Gunter, Claus, Dr. Ingo Weber und Michael vom SV Dachau Triathlon, wobei Xaver hier auch wieder das Jubliäumsshirt getragen hat.
Die Zeiten waren beeindruckend und lassen vermuten die Saison 2016 wird wieder ein erfolgreiches Jahr!
Gratulation an allen!
Ergebnisse findet man hier.
MD Ingolstadt 2016
Nachdem ja die Challenge in Regensburg bekanntermaßen ausfällt, sollte es dieses Jahr dann wenigstens doch noch etwas längeres werden und die Mitteldistanz in Ingolstadt sollte als teilweiser Ersatz für Motivation sorgen. Am Sonntag war es dann soweit, Wetter war ja super und die hochsommerlichen Temperaturen waren mal wieder genau das richtige für mich.
Am Ende standen undankbare 05:01:56 auf dem Tacho – na kommen wir mal grob zu den Details warum.
Schwimmen:
Mit 24,3 Grad war es verdammt eng – ABER – es durfte mit Neo geschwommen werden. War da noch relativ optimistisch, da ich am 02.06. in Oberschleißheim die 4km (genau waren wohl 4047m gem. Forerunner 935 bei mir) in 1:20:58 und damit im 2:00/100m Schnitt geschwommen bin. Habe die 38 Minuten angepeilt, beim Landstart mich schön hinten reingestellt um Platz zu haben und dann volles Rohr los. Tja zu schnell, da ich dann gleich wieder in den Pulk reingekrault bin und mich der anderen Schwimmer erwehren musste. Schwimmstrecke ist mit mini roten Bojen versehen, was die Orientierung nicht so einfach macht, also bin ich mal der Herde nach. Zugfrequenz hat gepasst, allerdings wohl total unsauber – da wollte ich wohl zu viel des Guten anstelle sauber auf den Armzug und Gleitphase zu achten. Na am Ende waren es 1.974m und 40:46 L War dann nur ein 2:04 Schnitt. Und mir war vom Neo total heiß….
Wechsel 1:
Mal wieder Anfängerfehler gemacht und das nach so vielen Jahren Wettkampferfahrung. Anstatt ich die CEP-Sleeves unter den Neo ziehe, versuche ich die mit nassen Haxen in der Wechselzone anzuziehen. Hat mich gefühlt 60 sec. gekostet und mit 4:20 war die Wechselzeit eher Couchmäßig. Nach dem Schwimmen hatte ich dann die <5 Stunden eh schon fast abgehackt.
Rad:
Mit dem Rad geht es erst mal 3km eng raus mit Überholverbot bis man halbwegs Gas geben konnte. Also bin ich mal hinter anderen Athleten losgebummelt. Das Starterfeld wurde ja von 800 auf 900 Athleten erweitert. Gestartet wurde alle 5 Minuten (beim Schwimmen ok) nur dann haben sich auf der Radstrecke erst mal die Pulks gebildet. Ja, und die Herren Wettkampfrichter waren da eher unentspannt und 100% korrekt (was ja gut ist, nur nervt wenn die Straße voll ist). Also irgendwie habe ich die ersten 20/25km erst mal gebraucht um gleichmäßig Tritt zu finden. Die Strecke ist eher flach und damit nicht wirklich selektiv. Hatte mir dank meiner PowerTape P1 vorgenommen 180Watt Durchschnitt zu fahren. Sind am Ende dann 173 Watt bzw. 192 Watt Normalized Power geworden. Ab Kilometer 50 war ich dann gut im Tritt und konnte mich mit den Wattzahlen puschen (bin nur nach Watt/HF/TF gefahren). Hilft gerade bergab weiter auf Druck zu bleiben und bergauf nicht allzu sehr zu überziehen. Habe diesmal ein Verpflegungsexperiment gewagt, was leider etwas in die Hose gegangen ist (wortwörtlich –dazu gleich mehr). Also wie die Profis eine schicke Aeroflasche an den Rahmen und mit 7 Gels gefüllt. Wären dann besagte 75g Kohlenhydrate / Stunde gewesen. Ging ganz gut und war angenehmer als Riegel kauen. Nach 2:23 und ein bissel was (guter 33,8 Schnitt) ging es in die Laufschuhe.
Wechsel 2:
Der ging ganz flott. Schnell Socken anziehen und raus auf die Laufstrecke.
Laufen:
Beim Laufen ging es um den Baggersee auf einem Kiesweg, was mir mit meiner lädierten Hüfte deutlich entgegen gekommen ist. Mit der Forerunner kann man ja auch die Wattzahlen beim Laufen messen. Der Plan aus dem Training war, mit 320 Watt zu laufen – solange es geht. Würde ca. 5:00/km entsprechen. Die Energieversorgung war wohl gut, also hochmotiviert los. 1km = 4:40 / 2km = 4:45 usw.
Die 5km bin ich in 24:04 gelaufen bei 340 Watt. Mmmhhh, dachte da schon uuiiihhiiii etwas schnell – passt schon. Da ich die Umfänge bzw. die Länge der Läufe im Training verletzungsbedingt deutlich reduziert habe und wie Lionel Sanders eher nur noch Tempo/VO2max trainiere 😉 – wusste ich (bzw. hoffte) bis 10km halte ich das durch und dann sehen wir was kommt. Bei KM10 waren auf der Uhr 49:00 gestanden – es lief also. Tja dann hat mein Magen gemeint es reicht und wollte trotz heftigem Widerstand meinerseits einen Toilettengang erzwingen. Laufzeiten waren stabil bei 5:02 (ein Ausrutscher 5:13) und bei KM14 und ein bissel habe ich dann klein beigeben müssen. Habe mal ein mobiles Örtchen aufgesucht und gute 1:50 verbraten.
Na hochmotiviert ging es wieder raus, allerdings trotz beißen war da nix mehr zu machen. Bin dann wieder deutlich unter 5:00 gelaufen. Mit Turboendspurt auf den letzten 1,2km war auch kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Am Ende war es mit 1:41:03 ein guter 5:01 Schnitt L
Na ja wäre, hätte, täte usw. – die unter 5 Stunden waren drin gewesen, eben einfach vergeigt.
Im Ziel gab es dann noch leckeren Kaiserschmarrn, was normal super ist, nur musste ich mir den echt rein quälen. Der Magen wollte den so gar nicht haben. Der Wettkampf war sonst super organsiert, ein paar weniger Starter bzw. etwas mehr Höhemeter wären auch nicht schlecht. Ansonsten großes Lob an das Orgateam in Ingolstadt und die vielen Helfer an den Verpflegungsstationen.
Halbmarathon Forstenried 2016
Erster Einsatz im neuem Outfit
durch X. Grimm
Die Triathleten des SV Dachau haben in den letzten Monaten viele Laufkilometer gesammelt und Ihre Form in diversen Wettkämpfen getestet.
Xaver Grimm ging so am 9. April – erstmals im neuen Wettkampf-Outfit – beim Halbmarathon in Forstenried an den Start. Bei relativ kühlem aber trockenem Wetter konnte der 50-Jährige ein Tempo von 4:15 durchlaufen und kam mit einer Zeit von knapp 1:29 Minuten auf den 3. Platz in seiner Altersklasse.
Ergebnisse findet man hier: Forstenrieder Volkslauf
Das motiviert fürs nächste Laufevent: der Wings-for-Life World Run am 8. Mai, eine große Charity Veranstaltung bei der zeitgleich an 28 Orten der Welt gestartet wird. Das besondere: hier kommt das Ziel von hinten als „Catcher-Car“.
Xavers Ziel: 33 km laufen, bis das Auto kommt.
Bayerischen Crossmeisterschaften 2016
Trockentraining beim Crosslauf in Indersdorf
Da es im Februar für Schwimmen und Radln noch zu kalt ist, haben es zwei Triathleten des SV Dachau zumindest mit der ersten Disziplin versucht. In Markt Indersdorf stand die Bayerische Crosslaufmeisterschaft an – eine gute, wenn auch qualvolle Möglichkeit ein paar erste Wettkampfkilometer im Gelände zu sammeln.
Zur Strecke hieß es in der Ausschreibung: Sportanlagen und angrenzende Feld- und Wiesenflächen, Rundenlänge 1200 m, mit 1 Böschung abwärts und 2 Steigungen.
In der Tat war die Strecke spannend und abwechslungsreich, bestens präpariert und sorgte bei der „Böschung“ abwärts für einiges Rutschvergnügen.
Günter Reichl (Startnummer 105) durfte gleich im zweiten Lauf 5 Runden absolvieren, fand gut in das Rennen und lief mit vier weiteren Läufern fast zeitgleich über die Ziellinie. Am Ende erreichte er Platz 20 in der Altersklasse M50 gegen starke Konkurrenz.

Im nächsten Lauf konnte Robert Hahn (Startnummer 103) über 6 Runden sein Glück versuchen. In der ersten Runde war er noch gut in einer Laufgruppe aufgehoben und von Mitläufern fleißig mit Schlamm bedacht (siehe Foto). Bereits ab der zweiten Runde wurde der Lauf zusehends einsam, am Ende waren die nächstplatzierten Läufer eine halbe Minute voraus oder einen halbe Minute zurück. Dadurch war Zeit, das schöne Wetter und den Alpenblick zu genießen und sich im Ziel zumindest über einen 7. Platz in der W40-Klasse zu freuen.

Insgesamt eine sehr empfehlenswerte Veranstaltung, unterhaltsam kommentiert vom Top-Moderator Artur Schmid und zudem professionell organisiert durch den SV Indersdorf!
Ergebnisse findet man hier,
und einige Links zu Videos der Crosslaufmeisterschaften:
Triathlon Ingolstadt 2016
OD und MD in Ingolstadt
Saisonauftakt in Ingolstadt
durch C. Hielscher
Wie es sich gehört, Am Anfang stehen die Zahlen, Daten und Fakten:
Termin: Sonntag 12.6.2016.
Start: 8 Uhr.
(d.h. 5 Uhr Abfahrt 🙂 )
Wetter:
Viel besser als befürchtet.
Starter für den SV Dachau Triathlon Mitteldistanz 2 / 77 / 20 km:
Anja Stephan, Raymond Hassloch, Claus Hielscher.
Starter für den SV Dachau Triathlon Olympische Distanz:
Günter Reichl, Steuer Martin.
Die Bedingungen:
Bei der Hinfahrt trocken, ab und zu spitzte die Sonne durch Wolkenlücken.
Während des Schwimmens ein paar Tropfen.
Beim Radln waren die Straßen zu Anfang naß, trockneten aber schnell ab.
Beim Laufen bewölkt mit sonnigen Abschnitten, und dazwischen noch ein Regenschauer.
Insgesamt sehr gute Wettkampfbedingungen.
Jetzt zum Wettkampf:
– Schwimmen in überraschend 20,2 °C warmen Wasser. (Wenn Mann/Frau sich vor ein paar Unterwasserpflanzen nicht schreckt, eine sehr schöne große Runde im See).
Kleine Startgruppen, dadurch ausreichend Platz beim Schwimmen und nachher beim Radln.
– Radfahren: Zwei Runden mit kurzer An-/Abfahrt vom/zum See. Flache Strecke, keine nennenswerten Anstiege. Allerdings ein recht strammer Gegenwind auf der Hälfte der Strecke.
– Laufen: Knapp vier Runden um den See, flach, Kieswege.
Schön waren die vielen Zuschauer im Start-/Zielbereich, wobei es dann wieder ruhige Abschnitte gab auf der gegenüberliegenden Seite des Sees.
Jetzt das Renngeschehen aus meiner Sicht:
Insgesamt war es ein sehr zufriedenstellendes Schwimmen. Nach 31min war das Schwimmen schon vorbei!
Raymond ist kurz hinter mir aus dem Wasser gekommen, und bei ca. Km 25 an mir vorbeigezogen. Es hat zwar viel Kraft gekostet, dennoch konnte ich stets in Sichtweite bleiben, ohne wirklich an Raymond heran zu fahren.
Dennoch hat das gegenseitige Pushen zu sehr ordentlichen Radzeiten geführt, Claus eine 2h04, Ray 2h03, wirklich ganz ordentlich!!
Insgesamt erreichen wir fast zusammen die zweite Wechselzone.
Um auf der Laufstrecke es uns richtig zu geben!
Nach mehreren Führungswechsel, wobei Raymond mit ganz starkem Durchhaltevermögen auf der Laufstrecke mir alles abverlangt hat, sind wir nach gut 4h21min gemeinsam ins Ziel eingelaufen.
Die Zielverpflegung mit Obst und Kaiserschmarren war ein reichliche Entschädigung für die erbrachten Leistungen.
Fazit:
Für mich ein sehr schöner Wettkampf. Gut organisiert. Relativ kurze Anreise, frühmorgens < 1h auf leerer Autobahn.
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Günter wird dritter auf der Olympischen Distanz Dritter in seiner Altersklasse.
Gratulation an alle Teilnehmer 🙂 !
Ergebnislisten:
Mitteldistanz: https://www.abavent.de/anmeldeservice/123/750/ergebniss/3052/
Olympische Distanz: https://www.abavent.de/anmeldeservice/123/750/ergebniss/3050/
Roth Triathlon 2016
Wettkampfbericht Roth 17.07.2016
durch Anja
Nach fast einem Jahr Training war es am 17.07.2016 um 6:50 Uhr endlich soweit –vor mir lag die unfassbare Strecke von 3,8 km Schwimmen – 180 km Rad – 42,2 km Laufen. Macht immerhin insgesamt 226 km. Ich freu mich darauf.
Schwimmen
Die Wetterbedingungen hätten am Morgen besser nicht sein können – ein leicht bedeckter Himmel mit der Aussicht auf Sonne am Nachmittag. Prima. Schnell nochmal das Rad kontrolliert: Luftdruck passt, Helm, Brille alles da, den Wechselbeutel in der Wechselzone abgelegt und den Weg vom Schwimmausstieg rückwärts zum Rad abgelaufen – bloß nicht nach dem Schwimmen zwischen den Rädern umherirren und das Rad nicht finden. Noch schnell zwei Bananen verputzt – wer weiss wozu das gut ist- und dann ab zum Schwimmstart. Unglaublich gleich werde ich in den Kanal springen und 3,8 km schwimmen. Aber seltsam ich bin gar nicht nervös. Sonst war das Dixi vor jedem Start mehrfach mein bevorzugter Aufenthaltsort.
Startschuss!
Jetzt werde ich genug Zeit haben, mein lang im Karlsfelder See eingeübtes Mantra – „Bleib lang und gleichmäßig ohmmmm – finde Deinen Rhythmus ohmmm“ auf Funktionsfähigkeit in der Praxis zu testen. Sagen wir es mal so: Anderen hätte das Mantra „Schwimm geradeaus“ nicht schlecht getan, dann hätte das gleichmäßige, rhythmische Schwimmen bei mir bestimmt besser funktioniert.
Von früheren Besuchen in Roth wusste ich, dass man im Kanal ca. 1,5 km bis zu einer Brücke zum ersten Wendepunkt schwimmt. Moment mal Brücke? Die war doch grad … Uups. Bisserl peinlich. Kurz gelacht, umgedreht und zurückgeschwommen und weiter …
Die vom Sprecher am Schwimmstart bekanntgegebene Wassertemperatur von 19 Grad habe ich nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit gewürdigt. Bei km 2,5 hatte ich gefühlt eine mehrere Zentimeter dicke Gänsehaut im Neopren. Hätte ich doch nur etwas mehr „Biopren“. Nun war ich dankbar und wusste um die Bedeutung der zwei Bananen vor dem Schwimmstart. Und hätte gerne noch zwei und einen Tee: Warum gibt’s im Wasser eigentlich keine Verpflegungsstationen? Dann hilft nur – Gas geben, das mir wieder wärmer wird. Das fanden alsbald die Wadeln nicht so toll und verweigerten durch unrhythmisches Zucken bockig die Zusammenarbeit. Und schon wieder schwimmt mir jemand in die Füsse. Oh echt ey….Ich glaub ich brauch eine Pause. Halt, was steht da am Ufer? 3200 m? Schon? Also gut noch 600 Meter. Lang und gleichmäßig ohmmm … lang ohmmm … hust, röchel ….Warum fühle mich wie im Fischteich bei der Fütterung? Und wieso hat der Typ neben mir eigentlich eine grüne Badekappe auf? Na prima, wir werden von der nächsten Startgruppe buchstäblich überschwommen. Na hoffentlich bin ich hier bald mal fertig … bibber.
Geschafft …. Durchatmen. Neopren aufmachen, Badekappen absetzen und den Wechselbeutel suchen. Da liegen aber noch viele Beutel. Konnte also gar nicht so übel gewesen sein, die Wasserperformance: Chakka!
Radfahren
Im Wechselzelt springe ich mit der mir vor lauter Bibbern noch möglichen Schnelligkeit in die Radlhose, ziehe mir Socken über die nassen Füße und dann rein in die Radschuhe. Während dessen fällt mir ein Sportler auf, der bestimmt schon weit über 60 Jahre alt war und in aller Seelenruhe seine nassen Sachen komplett gegen Trockene eintauscht und sich sogar zwischen den Zehen abtrocknet. Meine Herren! Respekt! Der hat die Ruhe weg.
Ich laufe! aus dem Wechselzelt und was sehe ich – ein Büffett!!! Und … da liegen sie ja – meine zwei schwer vermissten Bananen. Soviel Zeit muss sein. Ohne Mampf – kein Kampf.
Gut das ich den Weg zu meinem Rad vorher in der früh geübt habe. Ich entdecke Claus und Raymond am Radstart. Die zwei werde ich erst am Solarer Berg nach ca. 70 km wiedersehen.
Ich freu mich auf 180 km unter anderem durchs schöne Altmühltal und natürlich auf den Solarer Berg. Die Strecke ist wirklich sehr schön und abwechslungsreich. Ein Rundkurs von 90 km der 2x durchfahren werden muss. Der Rückenwind zu Anfang hat sehr geholfen, einen guten Radlrhythmus zu finden. Blöd nur, das man nach 50-60 km jeden Gedanken schon einmal gedacht hat und so rasend viel Spannendes nicht passiert. Nachdem viele Martins, Matthiasse und Thomasse überholt haben, pendelte sich das Radlerfeld um mich mit Gayle aus America, Jorge aus Mexico und Uwe aus ? ein. Wir haben einen Großteil der Strecke miteinander verbracht. Natürlich peinlich bedacht darauf, sich nicht durch Windschattenfahren, neudeutsch „Drafting“, zu bevorteilen. Nun Ja.
Und da kommt er der „Solarer Berg“. Gänsehaut pur. Tausende Leute peitschen Dich mit Lärm und Musik den Berg rauf (wobei Berg echt geprahlt ist, es ist ein Hügelchen logistisch optimal für ein solches Event gelegen). Egal – schön isses. Da sind auch Raymond und Claus. Super. Das tut gut, bekannte Gesichter zu sehen und ihnen meine schwarzen Pfoten zu präsentieren, die von einer kleinen, recht unspektakulären Radpanne (Kette ist abgesprungen) stammen. Das Gelächter war eindeutig auf ihrer Seite. Schwarze Finger…. mimimimi … weisses Lenkerband wird schmutzig … jaja.
So jetzt noch eine Runde …
Gayle ist auch immer noch da … nur wo ist Jorge? Langsam merke ich die Strecke in den Muskelpartien oberhalb und rund um die Hüfte. Naja weit ist es ja nun nicht mehr. Und tatsächlich: ich darf nach rechts Richtung Roth abbiegen. Jetzt war es nicht mehr so weit. Oder doch? Nur noch eine Kurve. Komisch mit dem Auto ging das doch schneller …
Da ist die Wechselzone…Nach meiner Zeitmessung müsste ich die 180 km noch knapp unter 6 Stunden geschafft haben … Chakka!
Laufen
Ein freundlicher Helfer nimmt mich noch auf dem Rad in Empfang und hält es fest, während ich versuche mein Bein über das Rad zu schwingen, um abzusteigen. Besonders leichtfüßig und elfenartig dürfte das nicht mehr ausgesehen haben. Vor allem der breitbeinige Gang in das Wechselzelt weckt Assoziationen … Kurz gelacht und rein ins Zelt zum „Umbau“ aufs Laufen.
Das Wetter ist mittlerweile wie angekündigt bei Sonnenschein angekommen. Na super. Mir ist ja noch nicht warm genug. Egal, jetzt kommt die Lieblingsdisziplin.
Die Strecke führt durch Roth runter zum Kanal (der gleiche, in dem vorher geschwommen wurde, nur ganz woanders) und dort geht’s auf mental fordernde ewige Kanalkilometer immer geradeaus. Gut, dass es sehr viele Versorgungsstationen mit vielen Schwämmen und Wasser gibt und Raymond, der es schafft, an den unmöglichsten Standorten an der Laufstrecke aufzutauchen, um mir die Energie in Form von Gels zuzuwerfen. Auch gut, dass es in Roth erlaubt ist, Musik auf der Laufstrecke mitzunehmen. Mich lenkt das gut von den Schmerzen ab und ich kann mich besser auf das Laufen konzentrieren. Außerdem bringt jeder gelaufene Schritt mich dem Ziel ein Stück näher. Nun ja. Bei ca. 42000 zu machenden Schritten ein wirklich beruhigender Gedanke.
Nichtsdestotrotz kommt unweigerlich man unweigerlich an den Punkt, dass man schon ganz schön einen an der Klatsche haben muss, wenn man seine Sonntage so verbringt. Außerdem wollte mir ein Liedtext nicht mehr aus dem Kopf gehen, so wie bei einer ollen Schallplatte, die einen Kratzer hat: „Brennend heißer Wüstensand … so schön, so schön war die Zeit…“. Entweder ich war kurz vor dem Durchdrehen oder total dehydriert oder beides.
Bei Km 35 joggt plötzlich jemand neben mir. Das gibt’s doch nicht: mein Hausarzt! Das muss ein Wink des Schicksals sein. Der hat bestimmt was für die Schmerzen und den Ohrwurm. Nein, hat er nicht. Gelacht hat er, und gesagt, die letzten 7 Km soll ich genießen. Witzbold, der hat ja schließlich „nur“ schwimmen müssen und wartet nun auf den Laufkollegen zu gemeinsamen Zieleinlauf mit der Staffel.
Tatsächlich waren die letzten Km aber trotzdem die schönsten des ganzen Rennens, die bleiben einfach im Gedächtnis und ich werde nie den Augenblick des Zieleinlaufs vergessen. Nach 3,8 km Schwimmen – 180 km Radfahren und 42 km Laufen das vorläufige Ende eines harten, aber überwiegend schönen Trainingsjahres. Das durften auch ein paar Tränchen vor Rührung und Erleichterung fließen. Mir wird die Erfahrung bleiben, dass ich das schaffen konnte. Das und zukünftig noch ganz viel mehr. Und das wird nicht die letzte Langdistanz gewesen sein, da bin ich mir sicher.
Das Ergebnis in ödes schnödes Zahlenwerk gepresst: Schwimmen 01:14:28, Radfahren 05:58:05, Laufen 04:00:15 – insgesamt 11:22.
Ich kann das Rennen in Roth wirklich nur empfehlen. Es ist super gut organisiert und besonders zu erwähnen sind, finde ich, die vielen tausend freundlichen Helfer, die dem Ganzen ein sehr herzliches und sympathisches Gesicht geben.
Bedanken möchte ich mich bei Claus und Raymond für einen superguten Support, der mir über die ganze Zeit des Rennens sehr viel Sicherheit gegeben hat und für ein sehr schönes Rennwochenende. Und bei Tom und Petra möchte ich mich für das kräftige Anfeuern am Kanal und die schönen Fotos bedanken.




